28.08-31.08: Winnipeg-Toronto

Einmal mehr eine Fahrt über mehrere Stunden, 9 um genau zu sein. Das Gute daran: einmal hochgeschaltet und den Tempomat justiert brauchst du erst wieder am Ziel das Brems- oder Gaspedal. Nur das Lenkrad funktioniert nicht automatisch.

Während der Fahrt fühlt man sich wie Han Solo am Steuerknüppel des Millennium Falcon. Im Hyperraum zieht die Landschaft wie Sterne vorbei. Zu meiner rechten Co-Pilot Chewbacca, treuer Begleiter, Bordunterhaltung, Navigator, und zuständig für Verpflegung. Eine kurze Zwischenlandung bei Tim Hortons für Koffeinnachschub ist Pflicht.

Great Lake Panorama

Nach 9 Stunden zog ich den Schubregler zurück und bääm landeten wir etwas ausserhalb im Raumhafen Thunder Bay. Wir übernachteten bei Gord. Er führt ein kleines Diner mit seiner Familie. Dahinter errichtete er einige Cabines für Bed and Breakfast. Die Kabinen waren mit Herzblut eingerichtet. Vieles war selbst gemacht, ein Heimwerker wie er im Buche steht… in der Schweiz würde man ihn allerdings als Bastler bezeichnen. Aber es passte und wir fühlten uns wohl, für alles andere hatten wir ja unsere Blaster.

Wir ruhten uns 2 Tage aus und genossen die Hafenstadt am wunderschönen Lake Superior. «The sleeping Giant», hier eine Attraktion, ist eine Bergkette, die Ähnlichkeit mit einem auf dem Rücken liegenden Riesen hat.

„Sleeping giant“…links der Kopf, dann die Arme und nach rechts die Beine

Unsere Reise ging weiter. Zurück in den Hyperraum und mit Lichtgeschwindigkeit Richtung Sault St. Marie. Eine Nacht zur Erholung muss reichen, das Imperium schläft ja auch nicht! Wir hüpften noch kurz in den Hot-Pot und füllten danach unsere Mägen.

Der nächste Tag startete früh. Zurück im Millennium Falcon zündeten wir die Triebwerke und flogen davon in Richtung Sonnenaufgang. Die Landschaft zischte wieder an uns vorbei. Wir bestaunten die vielen Seen. Einige Abschnitte verliefen direkt an der Küste der Great Lakes. Meerfeeling kam auf währenddem wir uns der galaktischen Metropole Toronto näherten.

Die Anflugschneise nach Toronto war komplett verstopft. Mit Geduld kämpften wir uns durch, die Macht war mit uns! Hin und wieder kreuzten wir imperiale Sternenzerstörer, auch bekannt als Ford F150, F250 oder auch Dodge RAM1500, wir mussten uns in Acht nehmen.

Das Ziel war nahe und wir versuchten unseren Millennium Falcon zu parken. Doch die Stadt war komplett überfüllt. Ich dachte an Yoda und seine Worte: «Nur an grossen Aufgaben du wachsen kannst!»

Blick aus dem Millennium Falcon auf das Rogers Center (Baseball) der Toronto Blue Jays.

Mit Glück fanden wir dann einen Platz, teuer, aber für die erste Nacht akzeptabel.

Wir bezogen unser Quartier im Herzen von Toronto. Die Nacht brach herein und der Todesstern wurde immer besser sichtbar…glücklich stellten wir fest, dass es nur der Mond war.

Wir bleiben rund 5 Nächte in Toronto, auch um uns von der längeren Reise zu erholen und die Stadt unsicher zu machen.

Weitere Geschichten aus Toronto findet ihr in kürze hier!

Möge die Macht mit euch sein!

 

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