23.-24.08.: Von Calgary nach Edmonton

Am Donnerstag hiess es bereits wieder Good-Bye Calgary. Die Stadt hat uns gefallen, sie ist recht übersichtlich und vor allem bei Nach mit dem beleuchteten Calgary Tower und den anderen Hochhäusern hat sie ihren Charme. Die Calgarians scheinen sehr gemütliche Leute zu sein, die gerne beim Business Lunch schon am Cüpli oder Longdrink schlürfen. In den Shopping Malls und auch auf der Strasse (mit Ausnahme der Mittagszeit) hatte es eher wenige Menschen und nach den vielen Menschen in den Rockies war es so sehr angenehm.

Nach dem Mittagessen fuhren wir los Richtung Edmonton. Der Rauch wurde wieder stärker und begleitete – nein: verfolgte – uns auf dem ganzen Weg zu unserem nächsten Ziel. Wir sahen wieder viel Landwirtschaftsland und einige kleine Seen entlang dem Queen Elizabeth II-Highway, aber selbst in Mountain View County (wo man, wie der Name schon sagt, eigentlich die Rockies in der Ferne hätte sehen sollen) verdeckte die Rauchwand die fernere Umgebung.

Zwischen Calgary und Edmonton: Strohballen so weit das Auge reicht.

Erst kurz bevor wir bei unserem Hotel ankamen, zeichnete sich langsam die Skyline von Edmonton ab. Auch die 3 Stunden nördlich von Calgary liegende Hauptstadt des Staates Alberta war fast vollständig in Rauch gehüllt. Als wir auf dem Weg zum Nachtessen waren, machte die Stadt auf uns dann auch einen etwas betrübten, seltsamen Eindruck. Vielleicht aufgrund des Wetters, aber auch aufgrund der Umgebung und der Leute auf der Strasse. So fühlten wir uns dann gleich wieder ein wenig „Zuhause“, als wir im bereits bekannten „Cactus Café Bar“ assen. 😉

 

Da das Wetter für die kommenden Tage Regen und starke Bewölkung anzeigte, entschieden wir uns für das Highlight in Edmonton: Die West Edmonton Mall. In Calgary haben uns zwei Kellner aus zwei unterschiedlichen Restaurants unabhängig voneinander erzählt, dass sie von Edmonton eigentlich nur das Einkaufszentrum kennen würden. Die grösste Mall Nordamerikas hat neben Einkaufsmöglichkeiten auch noch einen Wasserpark, eine Spielhalle und weitere Attraktionen (nein, eine Skihalle wie in Dubai haben sie ausnahmsweise nicht). Die Mitte des zweistöckigen Einkaufszentrums bildet ein Eisfeld, so gross, dass die Edmonton Oilers sogar darauf trainieren können, natürlich auch inkl. Spielerbank, Strafbank und Pult für den Speaker. Nach 1.5 Stunden Power-Shopping, entschieden wir uns, gleich noch das Kino auszuprobieren und schauten uns „Mission Impossible: Fallout“ an. Danach hatten wir genug von den vielen Leuten (People Watching ging ja noch – aber von „Quality“ konnte echt nicht die Rede sein!) und nahmen noch einen Gute-Nacht-Tee in unserem Hotel. Ja, auch Fabian musst einen Tee nehmen, weil sie kein San Pellegrino-Wasser hatten (Schande!), sondern nur das „Nordamerika-Chlor-Wasser mit Kohlensäure versetzt und ganz viel Eis“. Igitt!

Ein Paradies für Kids und Shopping-Quens/Kings: Die West Edmonton Mall – Das Highlight in Edmonton

Morgen werden wir einen etwas grösseren Weg auf uns nehmen, und bis nach Winnipeg fahren. Klar, wir könnten unterwegs noch 3 Kleinstädte (die sich alle irgendwie ähnlich sind und die man nach 2 Stunden gesehen hat), 2 Provincial Parks (bei denen wir nach der Reise darüber diskutieren müssten, welcher nun welcher war) und zahlreiche Museen (die uns zwar nicht wirklich interessieren) „mitnehmen“ und aus diesem Fahrtag einen 3-Tage-Trip machen. Nach 2 Wochen in 6 verschiedenen Destinationen und zahlreichen Eindrücken möchten wir aber nicht noch mehr unterschiedliche Hotels/Unterkünfte zu unserem Roadtrip hinzufügen, sondern lieber in einer Stadt etwas länger bleiben und von dort aus noch einen Tagesausflug zu einem nahegelegenen Park oder Ort machen – oder auch nicht. Denn schliesslich wollen wir ja nicht nur reisen, sondern auch ein bisschen Ferien machen. 😉

Wir freuen uns, euch bald von Ost-Kanada zu schreiben und sind natürlich auch für Empfehlungen (Kommentarfeld) für die Umgebung um Toronto, Montreal und die Great Lakes offen.

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