19.-20.08: Banff National Park
Nach dem Checken jeglicher Optionen und Wetter-Webseiten entschieden wir uns, die Reise wie geplant fortzusetzen. Am Sonntag nutzen wir das rauchig-bewölkte Wetter und schliefen erstmals aus. Dann gingen wir im Städtchen Banff etwas auf Shoppingtour – neben Souvenirläden und bekannten, internationalen Outdoor-Ausrüstern gab es auch unzählige Restaurants, Cafés, sogar einen Popcorn- und einen Teeladen. Zum Zmittag assen wir im «Nourish Bistro» (gleich neben einem vielgelobten Restaurant The Bison, das fast ausschliesslich lokale Produkte verarbeitete und welches wir fürs Abendessen gewählt hatten.) Das kleine Bistrot hatte echt leckere Speisen – alles Vegetarisch und/oder Vegan (Armer Fabian) und auch viele Auszeichnungen. @ Celine: If you ever visit the Rockies, I highly recommend this little gem! 😉

Banff National Park: Bow Falls / Bow River Panorama
Der Spaziergang zu den Bow Falls sowie dem „Fenland-Trail“ durch eine Aue waren sehr schön und gemütlich. Danach war Kleiderwaschen angesagt und später dann Nachtessen im The Bison.
Am nächsten Tag war der Wetterbericht etwas besser und wir nahmen uns den Sulphur Mountain vor. Wir wanderten auf dem gut ausgeschrieben Weg Richtung Talstation der Gondola. Anfangs führte dieser durch Wohnquartiere (wo wir einen Hirsch beim Grasen in einem Vorgarten zusahen) und Wäldchen, danach ging‘s im Strassengraben nach oben: Links eine 60er-Strecke (auf der die meisten ohnehin 75 fuhren) und rechts einen „closed area“-Wald – nicht gerade, was man unter einem Hikingtrail erwartet. Ausserdem fuhren mehrere „free shuttles Downtown-Gondola“ an uns vorbei und die darin sitzenden Touristen müssen wohl den Kopf geschüttelt haben: Warum läuft man der Strasse entlang (Warum läuft man überhaupt!?), wenn es einen Bus hat?! – unverständlich!
Da wir uns auch zu schade für die Touristen-Gondel waren, nahmen wir den 5.5km langen, serpentinenartigen Aufstieg auf uns. Ein Wanderweg wie im Bilderbuch führte nach oben und nach 1.5 Stunden konnten wir zusammen mit vielen nicht-wandernden Touris eine tollen, wenn auch durch Rauch und Wolken etwas betrübten, Ausblick geniessen. Nach einer Aufwärmrunde im Café und ein paar mitgebrachten Sandwiches ging’s dann auch schon wieder abwärts. Auf Höhe der Talstation gab es ein Thermalbad. Wie der Name des Berges nämlich schon vermuten lässt, gibt es in den Rockies ein paar heisse Schwefelquellen. Nach dem Anblick ins Aussenbecken hatten unsere müden Beine aber gleich keine Lust mehr auf ein warmes Bad. Wäre es ein Aquarium mit Meerestieren gewesen – die Betreiber hätte man wegen Massentierhaltung lebenslänglich hinter Gitter gebracht. Wir gingen also zum Hotel zurück (dieses Mal mit dem Bus) und genossen das Bad im menschenleeren Jacuzzi. Zum Nachtessen holten wir uns Pizza und Salat aufs Zimmer.

Wandervögel unterwegs auf dem Sulphur Mountain




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