07.-12.09.: YOW – YUL – ZRH

Bevor wir Kanadas Hauptstadt ansteuerten, wollten wir noch ein letztes Mal den Lake Ontario geniessen. Dafür machten wir auf halber Strecke in Kingston Halt. Im charmanten Provinzkaff vertraten wir uns die Beine im kleinen Waterfront-Park und assen beim Italiener gleich neben dem kleinen Marktplatz.

 

Was in Toronto nur anhand der Strassen- und Häusernamen zu erkennen war, sticht in Ottawa gleich beim ersten Stadtbummel überall ins Auge: Der englische Einfluss und die für nordamerikanische Verhältnisse auch enorm viele, historische Backsteingebäude. Die sechstgrösste Stadt Kanadas ist für Europäer vielleicht eher unbekannt. Auch als Königin Viktoria 1857 eine Hauptstadt bestimmen soll, schütteln viele den Kopf, als die Wahl auf Ottawa fällt. Doch auch heute noch erweist sich der Entscheid der Monarchin als weise – ist Ottawa doch quasi gleich neben der Sprachgrenze gelegen und somit die Verbindung zwischen englisch- und französisch-Kanada – ähnlich wie bei uns: Nach Bern kommt ja auch gleich der Röstigraben. 🙂 So steht denn auch ein Big-Ben-Verschnitt auf dem Parliament Hill (sieht nicht nur fast gleich aus, sondern tönt auch gleich).

Uns so passt es auch wunderbar, dass wir im Château Laurier den Afternoon Tea ausprobieren mussten.

Afternoon Tea im Fairmont Château Laurier in Ottawa: Wie es sich gehört mit Tea, Scones und Sandwiches

 

Ein wenig Shopping und gutes Essen durften natürlich auch nicht fehlen. Bei der Schleuse mitten in der Stadt schauten wir gespannt zu, wie Privatboote über rund 6 Stufen in den Ottawa River übergesetzt wurden. In der Nachbarstadt Gatineau (Achtung: Französischsprachiges Gebiet) schauten wir uns eine tolle Parkanlage an und genossen das schöne Wetter.

Wunderschöne Pflanzen-Skulpturen im Park von Gatineau – im Hintergrund ein Inuit.

Nach 2 Tagen Ottawa machten wir uns für unsere letzte Autofahrt nach Montreal bereit. Am Morgen erreichten uns dann die Nachricht, dass Fabians Papi einen Velounfall hatte. Er hatte sicher viele Schutzengel, zog sich allerdings eine Hüftverletzung zu und wird in der Firma für einige Zeit ausfallen. Da nun die Hälfte der Belegschaft fehlte, war für uns klar, dass wir früher aus unseren Ferien zurückkehren würden. Nach einigen Umbuchungen und Stornierungen machten wir uns am Sonntag nach Montreal auf. Nachdem wir unser AirBnB bezogen hatten, brachten wir unseren Ford-Göppel zurück. Er hat uns sicher und zuverlässig von der West- zur Ostseite Kanadas gebracht, und auch wenn er für längere Strecken sicher nicht mehr die erste Wahl wäre, werden wir ihn vermissen.

Anstatt der geplanten 6 Tage, hatten wir nun noch einen ganzen Tag, den wir vor der Heimreise in Montreal verbringen konnten. So flanierten wir etwas durch Vieux-Montreal und kauften noch einige Sachen in der Shoppingstrasse Rue Sainte-Catherine ein. 😉

 

Am 11. September flogen wir von Montreal nach Zürich, wo wir am 12. September sicher landeten. Auch wenn unsere Hochzeitsreise früher als geplant endete, konnten wir viel von diesem tollen Land sehen. Die Fahrten durch die unterschiedlichen Landschaften werden uns ebenso in guter Erinnerung bleiben, wie die tollen und freundlichen Menschen, denen wir begegnet sind. Die Highlights waren bestimmt die faszinierende Beobachtung der Bärenfamilie, der tiefblaue Morraine Lake und der Besuch der Ahornsirup-Farm. Auch die Stadt Toronto und die Sicht auf den Ontario Lake, der unendlich wie ein Meer scheint, haben uns extrem gut gefallen.

Für uns ist klar: Montreal, die Zugreise nach New York, das tolle AirBnB gleich beim Empire State Building und das Football-Spiel – das alles werden wir bald einmal nachholen. Wir werden euch daher auch in Zukunft auf diesem Blog über unsere nächsten Reiseabenteuer auf dem Laufenden halten und hoffen, dass wir euch schon bald wieder aus Nordamerika berichten können.

 

Wir danken euch allen, die uns mit einem Zustupf an die Reise unterstützt und unseren Blog gelesen haben. Wir hoffen, es hat euch gefallen, unsere Reise mitzuverfolgen und wir freuen uns, euch bald wieder einmal persönlich zu sehen.

 

Hebed euch Sorg,

Rahel & Fabian

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