21.-22.08.: Bye Rockies, Hi Calgary

Am Tag unserer Abreise erwartete uns wunderschönes Wetter ohne auch nur ein Wölkchen am Himmel und wir waren ready, um früh morgens, 8 Uhr – offenbar nicht früh genug, wie sich später zeigen sollte – zum Morraine Lake zu fahren. Bei der Abzweigung zu besagtem See in Lake Louise war dann allerdings Schluss: Road Closed – wir müssten einen Shuttle nehmen, da der Parkplatz beim See bereits besetzt sei. Wie unsere Touristen-Freunde aus aller Welt zückten wir also je 15$ und los ging’s im knallgelben School Bus. Wir waren etwas skeptisch. Irgendwie waren wir mit den Rocky Mountains einfach noch nicht richtig warm geworden. Erst der Rauch und das Wetter, die massenhaften Touristen im Städtchen und den Heissen Quellen. Und jetzt, als das Wetter einmal schön war, lockte es alle Touristen wie Ameisen den Löchern. Wir mussten ernsthaft bezahlen, damit wir einen See anschauen konnten. Ausserdem sind die Rocky Mountains für einen Schweizer, der weiss, wie Berge und Natur aussehen, irgendwie nicht so total etwas Neues – so wie es beispielsweise für ein in Tokio geborenes Stadtkind sein muss. Es ist schön hier – ausser Frage! – aber vielleicht haben wir auch einfach einen grösseren WOW-Effekt erwartet, weil alle so davon schwärmen.

Oben angekommen, versöhnten wir uns dann aber wieder etwas mit den Gegebenheiten und genossen den Blick auf den wunderschönen, türkisblauen See mit Bergen und Gletschern im Hintergrund. Neben diesem Naturschauspiel und den Bären, die wir auf unserer Ü90-Touri-Tour gesehen hatten, waren unsere „Must-Sees“ erfüllt. Auf den geplanten Spaziergang am Lake Louise verzichteten wir – ein Shuttle am Tag reichte aus.

Morraine Lake im Banff National Park

So liessen wir die Rockies hinter uns und fuhren Richtung Calgary, wo uns eine ganze andere, flache Landschaft erwartete mit vielen Kuhweiden und unendlich scheinenden Wiesen mit Heuballen.

Nach dem Check-In liefen wir ein bisschen durch die Stadt, besuchten die Stephan Avenue mit Shops und Restaurants sowie die Devonian Gardens – ein Park mit vielen Pflanzen und einem Spielplatz im 4. Stock eines Einkaufszentrums. Da wir doch noch recht müde von der Fahrt und vom frühen Aufstehen waren, gönnten wir uns wieder ein In-Room-Dining und schauten uns einen Film an.

 

An unserem einzigen, ganzen Tag in Calgary besuchten wir den Prince’s Island Park. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite – es war sogar ausgesprochen heiss. Das River Café direkt im Park und am Fluss war die perfekte Location für ein Mittagessen. Es war ziemlich voll, aber dennoch sehr gemütlich. Und diese Leute wissen echt, wie man Brot bäckt! Anschliessend drehten wir noch eine kleine Runde im Park und der Umgebung. Danach kehrten wir in die Einkaufsstrasse zurück und verköstigten uns bei Quality People Watching mit leckeren Drinks. Danach statteten wir den Hotel-Gym einen Besuch ab und erfrischten uns im Roof-Top-Hotelpool in Gesellschaft der benachbarten Hochhäuser. Pool-Time mitten in der Stadt: Das hat etwas! Das Ramada Hotel können übrigens auch sonst empfehlen.

Pool-Time inmitten von Calgary

 

Für das Nachtessen hatten wir uns einen speziellen Ort vorgenommen: Den 191m hohen Calgary Tower mit Drehrestaurant und einer tollen Aussicht über die Stadt. Das Essen war gut und wir genossen die Aussicht – welche wiederrum von dem Rauch der Waldbrände etwas getrübt wurde.

Glasboden mit Blick zum Sockel des Calgary Towers

 

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